Regenbogen - Zeichen der Verbundenheit

Claudia Ebert, Seelsorgerin bei Menschen mit Behinderung erzählt von Ihren Erfahrungen.

ein Regenbogen wird ans Fenster gemalt
Foto: C. Ebert

Nach der Schulschließung habe ich mich entschieden in St. Damiano mitzuarbeiten. Hier waren Mitarbeiter positiv getestet und meine Mithilfe wurde sehr begrüßt. Es war wie eine Art Betriebspraktikum für mich.
Sonst komme ich als Seelsorgerin von außen in eine Einrichtung, bin für eine gewisse Zeit da oder hole Bewohnerinnen und Bewohner zum Gottesdienst ab. Jetzt war ich täglich für mehrere Stunden im Haus. Und war einfach für die Bewohner da. Mit dem einen habe ich gestrickt und habe immer wieder die Maschen neu geordnet. Mit der anderen bin ich spazieren gegangen und habe durch die täglichen Spaziergänge das Wohngebiet rund um St. Peter kennengelernt. Wir haben miteinander gesungen, gebastelt und haben einen Regenbogen ans Fenster gemalt. Für die Bewohner ist das Besuchsverbot schwer nachvollziehbar und sie vermissen ihre Angehörigen.
„Alles wird gut“ sagt dieser Regenbogen. Der Regenbogen erzählt die Geschichte aus der Bibel – vom Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat.
Verbundenheit ist gerade jetzt durch viele kleine Gesten zwischen Nachbarn und Menschen mit denen wir zusammen wohnen spürbar. Die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Damiano freuen sich sehr über die Verbundenheit mit den Menschen aus der Kirchengemeinde: immer wieder hat eine Familie einen Kuchen für die BewohnerInnen gebacken und vorbei gebracht. Dafür sagen wir herzlich DANKE.
Menschen in diesen Zeiten erfahrbar zu machen, dass sie nicht allein sind, sondern dass sie zu einer Gemeinschaft gehören, das ist für mich wahrer Gottesdienst. Deshalb kann ich Sie alle nur ermutigen: rufen Sie jemand an, schreiben Sie eine Postkarte oder einen Brief und zeigen Sie damit, dass wir zu einer christlichen Gemeinschaft gehören.

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