Geschichte

Geschichte der Kirchengemeinde Liebfrauen



Die Geschichte der Christen in Cannstatt reicht weit zurück. In der Zeit der Reformation erlosch hier katholisches Leben. Erst nach 1800 kamen mit den Kurgästen und dem aufblühenden Badebetrieb wieder katholische Christen nach Cannstatt, denen 1858 die frühere Martinskirche in der Hallstraße zur Verfügung gestellt wurde. Nachdem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts viele neue Arbeitsplätze entstanden sind, stieg mit der Zahl der Bewohner auch die Zahl der Katholiken. Und weil sich der Schwerpunkt Cannstatts auf den Seelberg verlagerte, wurde neben dem Uffkirchhof in direkter Nachbarschaft zur kurz zuvor errichteten  Lutherkirche eine neue katholische Kirche gebaut. Am 16. November 1909 wurde sie in Anwesenheit des württembergischen Königspaares auf den Titel „Maria zur Hilfe der Christen“ von Bischof Paul Wilhelm von Keppler geweiht. Ihr Namensfest (Patrozinium) ist am 24. Mai.

In das ebenfalls neugebaute Pfarrhaus zogen die für die Katholiken zuständigen Priester. Im Pfarrhaus der Martinskirche blieb ein Vikar zurück. Die Pfarrrechte wanderten von St. Martin zur neuen Liebfrauengemeinde.

Im Laufe der Zeit wurden von Liebfrauen aus die Pfarreien St. Martin (1929), St. Ottilia in Münster (1925),  Heilig Kreuz im Sommerrain (1953) und St. Peter auf dem Memberg (1973) gegründet.

Heute gehören zur Kirchengemeinde Liebfrauen knapp 6.000 Personen. Etwa 40 Prozent davon haben einen Migrationshintergrund.

Seit 1983 ist der Pfarrer von Liebfrauen auch zuständig für die junge Gemeinde St. Peter. Seit 1999 bilden die Gemeinden Liebfrauen und St. Peter eine „Seelsorgeeinheit“, für die ein Pastoralteam zuständig ist.

Für die Gemeinden in Bad Cannstatt gibt es seit langem ein gemeinsames Mitteilungsblatt, das seit 2002 unter dem Titel „katholisch konkret“ erscheint und allen Haushalten, in denen jemand katholisch ist, kostenlos zugestellt wird. In „katholisch konkret“ und auf dieser Homepage erfahren Sie, wie lebendig und in vielerlei Bereichen tätig unsere Gemeinden sind.