gelungenes Fastenessen 2013


Cannstatt hilft Kindern in Sierra Leone

Die Fastenzeit ist auch immer eine Zeit, um sich für andere Menschen zu engagieren, um zu teilen und mit den Menschen ihren Kreuzweg zu gehen. Einen solchen Kreuzweg gehen Tag für Tag die Straßenkinder von Freetown in Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Erde. Und schon zum dritten Mal engagieren sich Jugendliche der Cannstatter Gemeinden Liebfrauen und St. Peter für genau diese jungen Menschen am Rande der afrikanischen Gesellschaft. Wie jedes Jahr veranstalteten sie in der Fastenzeit ihr traditionelles Fastenessen für ihre Gemeinde. Der Erlös geht wieder direkt nach Sierra Leone. Der deutsche Salesianerbruder Lothar Wagner leitet hier ein Haus für Straßenkinder, wo mit Hilfe der Spenden verschiedene Projekte realisiert werden können. In einem persönlichen Brief an die Jugendlichen von Cannstatt schreibt Lothar Wagner: „Wir sind hier in einem der ärmsten Länder der Welt präsent. Und nicht nur das, wir sind tatsächlich in den Leben der ärmsten Kinder der Welt da. In acht Projekten kümmern wir uns um fast 2.000 Straßenkinder. Neben Anlaufstellen und Schlafstellen führen wir auch eine zehnmonatige Rehabilitation durch. Ein Mädchenhaus kümmert sich durch Krisenintervention um vergewaltigte Mädchen und junge Frauen. Neben der landesweiten Telefonberatung betreuen wir zudem zwei Jugendzentren. Wir kämpfen täglich gegen den Kinderhandel, Kinderarbeit und Kinderprostitution.“

Die Organisation und Durchführung, die größtenteils bei den Jugendlichen und den Firmbewerbern des aktuellen Firmkurses lag, boten vielen zudem die Möglichkeit sich auch spirituell auf das Osterfest vorzubereiten. 

Bewegt von der Situation in dem afrikanischen Land konnten über 700 € Reinerlös erzielt werden, der demnächst konkret in die Arbeit vor Ort fließen wird. Es kamen, so die erwachsenen Helfer, so viele Gemeindemitglieder wie seit 20 Jahren nicht mehr! „Eure Spenden“, das betont Lothar Wagner weiter, „werden in unserem Kinder-Nothilfe-Topf getan. Immer wieder brauchen wir in Einzelfällen direkte und unbürokratische Hilfe für junge Menschen. Und der Bedarf an erster Hilfe ist enorm hoch.“

Auch wir Salesianer Don Boscos von Stuttgart sagen „Herzlichen Dank“! 

P. Jörg Widmann SDB

Dekanatsjugendseelsorger