Hungertuch LF

Gedanken zum Hungertuch der Gemeinde Liebfrauen im Jubiläumsjahr


Das Hungertuch ist im Rahmen eines Workshops unter der Leitung der Kunststudentin Franziska Geissler entstanden.

  • Jede mitwirkende Person hat sich einmal auf die Leinwand gelegt, andere haben den Umriss abgezeichnet. So entstanden die  Figuren in Körpergröße. Die unterschiedlichen Farben weisen auf die verschiedenen Individuen mit ihrer je eigene Lebensgeschichte hin. In dieser  bunten Gemeinschaft gehören alle zusammen, jeder wird wahrgenommen und als wichtig erachtet.(Überlappungen: Die Farbe des Zugedeckten bleibt etwas heller erhalten – keiner wird verdrängt). Das gemeinsame Ziel zeigt sich im Streben nach oben: Jesus in Form des Kreuzes oder einer Taube!

Hingabe Jesu – Frieden Gottes
In einigen Gestalten werden Themen dargestellt, die uns beschäftigt haben: Probleme und Erfahrungen unseres Alltags.

  • Links: viele Häuser, Stadtleben, Turbulenz, Fülle, viele Angebote – aber auch Enge, Anonymität, grauer Alltag
  •  Unten links: viele Autos gehören zur Stadt: Lärm, Umweltverschmutzung – aber auch: Schlüsselindustrie, Arbeitplätze, Ängste in der Finanzkrise
  • Rechts: eine große Uhr erfüllt die Gestalt: Zeitdruck und Stress beherrscht unseren Alltag: Zeit ist Geld – aber auch: Vergänglichkeit, die Zeit vergeht – wir leben in der Zeit.
    In anderen Gestalten: Gefühle, Sehnsüchte, Erfahrungen, die uns erfüllen. 
  • Unten rechts: Sterne, helle Farbe – Freude, Strahlen, unbekümmerte Haltung der Kinder und Jugend
  • Darüber: tief blau, einige Fische – tiefe des Meeres – unergründliche Tiefe unseres Unbewussten, unsere Seele – geöffnete Haltung zu Jesu – die Tiefe unseres Herzens wollen wir Gott öffnen. 
  • Zentrum: Liebespaar – eine Farbe, ganz ineinander verschmolzen – Die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau sichern den Fortbestand der Welt. Zuwendung und gegenseitige Hilfe ermöglichen ein friedliches Zusammenleben sowie Entwicklung – die Nächstenliebe ist notwendig zum Weiterbestand der Weltgemeinschaft.
  • Darüber: Leiter mit Engel – Jakobsleiter: Traum, Sehnsucht – offner Himmel, Beziehung zu Gott – Gottesliebe
  • Zentrum des Bildes: Gottesliebe und Nächstenliebe – das was uns Leben lässt und Leben ermöglicht 
  • Oberer Teil: zwei Gestalten – ganz nahe bei Jesus – anbetend: 
  • Rechts: Kerzen – Licht erfüllt, Funke übergesprungen – Grün: Farbe der Hoffnung – Dankgebet 
  • Links: viele Wege, Straßen – welches ist der richtige Weg – Gott zeig du mir meinen Weg: Bittgebet – rötlich: innerlich erregt, auf der Suche, voll Sehnsucht, Gottes Nähe zu erfahren 
  • Unsere Möglichkeiten vor Gott zu treten: Bitten und Dank 
  • Alle Personen strahlen vor dem dunklen Hintergrund – erfüllt vom Licht Jesu 
  • Sinnbild für unsere christliche Gemeinde: bunte Gemeinschaft, erfüllt vom Licht und der Liebe Gottes, vereint in der Sehnsucht, Gottes Nähe zu erfahren. 
  • Und doch trägt jede und jeder seine Sorgen, Ängste, Erfahrungen und Freuden mit sich herum und bringt sie vor Gott. Gott wird sie nicht verändern oder wegschaffen, er wird sie verwandeln, er wird uns verwandeln, wenn wir das zulassen. Er schenkt uns seine verwandelnde Kraft der Liebe.

Diakon Eugen Haag

 

Bilder zum Hungertuch und zur Hungertuchwallfahrt